Esther A. Kestenbaum


Der letzte Gast ist gegangen.

 

Ich lehn' an Deiner Zimmertür.
Draußen ist's schon lange dunkel.
Nur Knistern im Kamin ist noch zu hör'n.
Ich seh' Dich auf dem alten Sofa sitzen.
Das Feuer lässt Deine Wangen rot erglüh'n.
Stille ist eingekehrt in unseren Wänden.
Mein Körper scheint erstarrt zu sein.
Doch in mir da schreit's nach Dir.
Mein Herz es pocht so laut, ich kann es hören.
Mein Atem geht flach, kommt fast zum Stehen.
Ich liebe Dich noch immer nach all den Jahren.
Ich wag' es gar nicht laut zu sagen.
Gelähmt bin ich von dem Gefühl.
Berühren möcht' ich dich.
Mit jeder Faser meines Körpers spür'n.
Mit meinen Augen möcht' ich Dich erfleh'n.
Die Schmetterlinge wieder Tanzen seh'n.
So dankbar bin ich, dich so zu seh'n.
So dankbar, hier zu steh'n.

31. Oktober 2001

 

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Stand: 17. February 2006 © 2002 Kestenbaum